07. Nov 2003 16:30
Bereits 2001 beschwerte sich ein jüdischer Vertreter über antisemitische Äußerungen des CDU-Abgeordneten Hohmann. Die Unionsfraktion ging damals nicht darauf ein.
Der wegen antisemitischer Äußerungen umstrittene CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann ist der Jewish Claims Conference (JCC) bereits vor zwei Jahren negativ aufgefallen. Der Repräsentant der JCC in Deutschland, Karl Brozik, beschwerte sich daraufhin bei dem damaligen Unionsfraktionschef Friedrich Merz über Hohmann, berichtet das ZDF-Magazin «Frontal 21». «Herr Hohmann benutzt Formulierungen und Stereotypen, die bereits in der Weimarer Republik von Rechtsradikalen verwandt worden sind und von dieser Seite bis heute instrumentalisiert werden», wird aus dem vierseitigen Schreiben vom Juli 2001 zitiert.
Brosik habe dem Abgeordneten ein nationalistisches Geschichtsbild und die Verwendung antisemitischer Stereotypen vorgehalten, hieß es. Merz habe sich in seiner Antwort nicht zu den Vorwürfen geäußert. (nz)