Ein Jura-Student warf Nitzsche in einem Gästebuch-Eintrag auf dessen Homepage weitere rassistische Äußerungen vor. Der Abgeordnete weist dies aber strikt zurück. Es handele sich um eine «gezielte Provokation», schreibt die «Lausitzer Rundschau».Dem Studenten zufolge hatte Nitzsche kürzlich in einer Rede vor einer Dresdner Burschenschaft Deutschland als Land bezeichnet, in dem auch «der letzte Ali aus der letzten Moschee» aufgenommen werde. Der Abgeordnete habe es außerdem unzumutbar genannt, dass deutsche Trümmerfrauen weniger Rente erhielten, während türkische Schüler in Deutschland vom Staat finanziell unterstützt würden, heißt es.
In dem Vortrag soll sich Nitzsche auch darüber beschwert haben, dass die Fahrbereitschaft des Bundestages Türken beschäftige. Ferner habe sich Nitzsche für ein «zentralistisch organisiertes Deutschland mit einer starken deutschen Regierung» ausgesprochen, wird aus dem inzwischen von der Homepage gelöschten Gästebuch-Eintrag zitiert. Dabei habe er Berlin als «Reichshauptstadt» bezeichnet.
Nitzsche hatte bei der Bundestagswahl 2002 ein Direktmandat im Wahlkreis Kamenz-Hoyerswerda-Großenhain erhalten. Zuvor war er acht Jahre lang Landtagsabgeordneter in Dresden gewesen. (nz)