07. Nov 2003 08:33, ergänzt 09:53
Der israelische Botschafter hat eine Bundestagsdebatte zum Fall Hohmann gefordert. Die bisher gezogenen Konsequenzen seien nicht ausreichend, sagte er.
Der israelische Botschafter in Deutschland, Shimon Stein, hat eine Bundestagsdebatte über die umstrittenen Rede des CDU-Abgeordneten Martin Hohmann gefordert. Die Rede sei kein Ausrutscher gewesen sonder «ganz alter Antisemitismus», sagte Stein im «Inforadio Berlin Brandenburg». Die bisher gezogenen Konsequenzen seien nicht ausreichend.Wenn Hohmann nicht selbst bereit sei, die Konsequenzen zu ziehen, müssten dies andere für ihn tun, forderte er. Das Parlament könne die Vorfälle «nicht als Betriebsunfall beschreiben und zur Tagesordnung übergehen», mahnte Stein.
Auch das Präsidiumsmitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland und Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Berlin, Alexander Brenner, sagte: «Herrn Hohmann nur als bösen Jungen in die Ecke zu stellen, reicht nicht». Er hoffe, das die Rüge der CDU nicht das letzte Wort bleiben.(nz)