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SPD- und Grünen-Abgeordnete fordern
Untersuchung nach Günzel-Rauswurf

05. Nov 2003 07:26, ergänzt 10:12
Die Regierungsparteien wollen nach dem Rausschmiss von KSK-Chef Günzel prüfen lassen, wie ein Mann mit einer solchen Einstellung in eine so wichtige Position gelangen konnte. Man brauche mehr Transparenz in der Bundeswehr, hieß es.

Thema: Der Fall Hohmann
Die Grünen und die SPD haben eine Untersuchung des Falls des Chefs des Kommandos Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr, Brigadegeneral Reinhard Günzel, gefordert. Günzel war am Dienstag entlassen worden, nachdem er den Äußerungen des CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann zugestimmt hatte. Dieser hatte in Zusammenhang mit kommunistischen Verbrechen in Russland von den Juden als «Tätervolk» gesprochen.

«Es muss kritisch geprüft werden, wie ein Mensch mit einer solchen Denkstruktur Brigadegeneral gerade in einer Eliteeinheit wird», sagte der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold der «Financial Times Deutschland». Sein Grünen-Kollege Winfried Nachtwei sagte: «Das Thema müssen wir uns vornehmen».

Hintergrund: Juden, Deutsche und Schuld
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Reinhold Robbe (SPD), forderte «totale Transparenz» und eine «offensive Diskussion innerhalb und außerhalb des Bundeswehr». Der Politiker fügte hinzu: «Wenn wir noch mehr solcher Leute in der Bundeswehr-Führung haben, dann haben wir eine Problem.»

Original-Dokument:
Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) hatte zuvor einen Ausschluss Hohmanns aus der Partei abgelehnt. Dies war vom Zentralrat der Juden gefordert worden. (nz)
 
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