Der CSU-Verteidigungsexperte Hans Raidel hat den gefeuerten General Reinhard Günzel in einem Interview mit der «Berliner Zeitung» in Schutz genommen. Günzel sei «beim besten Willen kein Rechtsradikaler», sondern «ein Mensch mit Grundsätzen», sagte der Bundestagsabgeordnete dem Blatt.
«Hohmann hat General auf dem Gewissen» «Hohmann hat einen General auf dem Gewissen», sagte Raidel wörtlich. Er sehe die CDU in der Verantwortung, Schritte gegen den Fuldaer Abgeordneten einzuleiten. General Günzel hatte Hohmann einen Brief geschrieben, dessen Inhalt Hohmann dem ZDF-Magazin «Frontal» zur Veröffentlichung überließ. Danach dankte der Offizier dem CDU-Abgeordneten für seinen «Mut zur Wahrheit» in dessen Rede zum Tag der deutschen Einheit. Darin hatte Hohmann die Juden als «Tätervolk» bezeichnet. Spiegel und Nachtweih kritisieren Union Der Präsident des Zentralrats der Juden, Paul Spiegel, wiederholte unterdessen seine Forderung, Hohmann aus der Unionsfraktion und der CDU auszuschließen. «Ich frage mich, warum die CDU nicht so schnell und konsequent handelt wie der Minister Struck», sagte Spiegel der «Berliner Zeitung». Der Grünen-Verteidigungsexperte Winfried Nachtwei rief derweil die Union auf, ihre Reaktion auf die «unerträglichen Äußerungen» Hohmanns zu überdenken. Dass dieser den Brief Günzels öffentlich bekannt gemacht habe, «deutet nicht auf ein besonderes Schuldbewusstsein», erklärte Nachtwei ebenfalls in der «Berliner Zeitung». (nz)
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