netzeitung.deCDU auch gegen Kopftuch bei Schülerinnen

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Stein des Anstoßes: Eine junge Moslemin mit Kopftuch (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Stein des Anstoßes: Eine junge Moslemin mit Kopftuch
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

In Berlin denkt man über eine Ausweitung des Kopftuchverbots an Schulen nach. CDU-Politiker wollen das Tragen eines Kopftuches aus religiösen Gründen auch für Schülerinnen verbieten.

Der rechtspolitische Sprecher der CDU im Berliner Abgeordnetenhaus, Michael Braun, hat sich dafür ausgesprochen, auch Schülerinnen das Tragen eines Kopftuches im Unterricht zu verbieten. «Ich sehe nicht ein, warum andere darunter leiden sollen, daß einige der Meinung sind, sie müssten ihre Glaubensfreiheit auf diese Art und Weise ausleben», sagte Braun am Donnerstag im Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB).

Auch Berlins Bildungssenator Klaus Böger (SPD) sprach sich vehement gegen das Kopftuch aus. «Ich habe große Sorge, dass unsere Schulen zu einem Kampffeld weltanschaulicher und politischer Auseinandersetzungen werden, wenn wir das Tragen eines Kopftuches erlauben», sagte er der Zeitung «Die Welt». Das Kopftuch sei ein politisches und religiöses Symbol zugleich. Deswegen sei er unbedingt dafür, es zumindest für Lehrerinnen zu verbieten.

Die Kultusministerkonferenz berät am Freitag erneut über die Folgen des Urteils vom Bundesverfassungsgericht (BVG) von Ende September, wonach moslemischen Lehrerinnen das Tragen von Kopftüchern im Schulunterricht ohne gesetzliche Grundlage nicht verboten werden darf. (nz)