Böhmer beklagt ungleiche Verteilung von Arbeit
03.10.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Der CDU-Politiker, der auch amtierender Bundesratspräsident ist, beklagte am Freitag in Magdeburg die ungleiche Verteilung von Arbeit, gegen die es noch keine erfolgreiche Strategie gebe. Der Politiker verwies in diesem Zusammenhang auf Statistiken, nach denen von den knapp 1600 umsatzstärksten Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 250 Millionen Euro nur 48 in den neuen Ländern ansässig seien.
Es gebe einen großen Bedarf an Reformen in Deutschland. Im Osten der Republik sei die Bereitschaft dazu jedoch wegen des geringeren Wirtschaftswachstums und der höheren Arbeitslosigkeit größer als in den westlichen Bundesländern. Böhmer sagte, die Menschen in den neuen Ländern wüssten aus der eigenen Geschichte, dass nur durch Veränderungen die erkennbaren Probleme für die Zukunft gemeistert werden könnten. «Sie sind dazu bereit», sagte Böhmer. «Wir haben von der früheren Bürgerbewegung gelernt, nicht nur das Unmögliche zu beklagen, sondern wenigstens das Mögliche zu tun. (nz)

