18.08.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Walter Wellinghausen
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
In Hamburg droht eine Regierungskrise. Gestritten wird um die politische Zukunft von Innenstaatsrat Wellinghausen.
Der Hamburger Innensenator Ronald Schill will offenbar an seinem wichtigsten Mitarbeiter, Walter Wellinghausen, festhalten. Wellingausen war wegen unerlaubter Nebentätigkeiten in die Kritik geraten. Wellinghausen werde jedoch ein Disziplinarverfahren gegen sich selbst anstrengen, um die Vorwürfe zu klären, sagte der Sprecher der Schill-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft, Marco Haase, am Montag.
Die «Bild»-Zeitung berichtete dagegen vorab aus ihrer Dienstagsausgabe, Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust (CDU) habe die Fraktionschefs von CDU, FDP und Schill-Partei darüber informiert, dass er ein Rücktrittsgesuch Wellinghausens erwarte. Nach Gesprächen habe sich jedoch die Meinung durchgesetzt, dass es keinen Grund für einen Rücktritt gebe, so Haase.
Die Zeitung «Die Welt» berichtete vorab, Schill sei bereit, die Koalition mit der CDU platzen zu lassen, wenn Wellinghausen gehen müsse. Konsequenzen, auch bezüglich eines Fortbestehens der Koalition, «schließe ich nicht mehr aus», sagte der Innensenator der Zeitung. Er habe von Beust um ein Gespräch gebeten, dies sei aber nicht zustande gekommen. Er werde den Fall vor den Koalitionsausschuss bringen, kündigte er an. (nz)