Schulz entschuldigt sich bei Italiens Regierung
16.07.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Schulz sagte, er habe sich mit seinen Äußerungen auf den Vorsitzenden der an der Regierung beteiligten Lega Nord, Umberto Bossi, bezogen, der den Vorschlag gemacht hatte, auf in Italien einlaufende Boote mit illegalen Flüchtlingen zu schießen. Auch innerhalb der italienischen Regierung sei Bossi mit diesem Vorschlag aber auf Widerstand gestoßen, sagte Schulz. Deswegen könne nicht die gesamte Regierung als rassistisch bezeichnet werden. Bossi hatte dementiert, einen solchen Vorschlag gemacht zu haben.
Neue Angriffe gegen die italienische Regierung kamen indes von der Kieler Regierungschefin Heide Simonis (SPD). Diese sagte der Wochenzeitung «Rheinischer Merkur»: «Durch die Urlaubsabsage des Kanzlers begreift vielleicht manch einer in Italien, dass seine Regierung gaga ist, um das Mindeste zu sagen.» (nz)

