netzeitung.deSchulz entschuldigt sich bei Italiens Regierung

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Der SPD-Europaabgeordnete Martin Schulz hat seine Äußerungen über die italienische Regierung bedauert. Dieser hatte er vorgeworfen, rassistisch zu sein.

Der SPD-Europaabgeordnete Martin Schulz hat sich bei der italienischen Regierung entschuldigt. Am Dienstag hatte er diese als «rassistisch» bezeichnet. «Ich möchte mich bei der italienischen Regierung entschuldigen. Ich habe einen Fehler gemacht. Ich bedauere, mit meiner pauschalen Formulierung die gesamte italienische Regierung angegriffen zu haben», sagte Schulz der «Bild»-Zeitung.

Schulz sagte, er habe sich mit seinen Äußerungen auf den Vorsitzenden der an der Regierung beteiligten Lega Nord, Umberto Bossi, bezogen, der den Vorschlag gemacht hatte, auf in Italien einlaufende Boote mit illegalen Flüchtlingen zu schießen. Auch innerhalb der italienischen Regierung sei Bossi mit diesem Vorschlag aber auf Widerstand gestoßen, sagte Schulz. Deswegen könne nicht die gesamte Regierung als rassistisch bezeichnet werden. Bossi hatte dementiert, einen solchen Vorschlag gemacht zu haben.

Neue Angriffe gegen die italienische Regierung kamen indes von der Kieler Regierungschefin Heide Simonis (SPD). Diese sagte der Wochenzeitung «Rheinischer Merkur»: «Durch die Urlaubsabsage des Kanzlers begreift vielleicht manch einer in Italien, dass seine Regierung gaga ist, um das Mindeste zu sagen.» (nz)