Hirsch wehrt sich gegen «Möllemann-Legende»
17.06.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Möllemann habe viele seiner politischen Weggefährten «zutiefst enttäuscht. Und daran ändert auch sein Tod nichts».
Einer dieser Freunde ist der schleswig-holsteinische FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki. Der sagte am Montag in der ARD-Sendung «Beckmann», dass er den Selbstmord inzwischen akzeptiere. Es könne sein, dass Möllemann «sich in den letzten Sekunden ausgeklinkt hat. Ich habe keine Anhaltspunkte dafür, dass es anders sein könnte».
Er war der bisher schärfste Kritiker der FDP-Führung und scheint nun zumindest Parteichef Guido Westerwelle verziehen zu haben. «Wir wollten Guido Westerwelle als Parteichef, er ist ein guter Parteichef und er wird es auch bleiben», sagte Kubicki. Er glaube, dass Westerwelle die Chance nutzen werde, «an dieser für ihn menschlich sehr schwierigen Situation zu reifen und etwas verbindlicher zu werden». (nz)

