17. Jun 2003 11:45, ergänzt 12:42
Die Staatsanwaltschaft hat bestätigt, dass der Absturz von Jürgen Möllemann «mit hoher Wahrscheinlichkeit» Selbstmord war. Das Motiv bleibt im Dunkeln.
Ein Sprecher sagte am Dienstag, Möllemann sei den Verletzungen des Aufpralls erlegen. Bis zu dem Zeitpunkt sei er bei vollem Bewusstsein gewesen und bis zum Schluss in der so genannten stabilen Freifaller-Position gefallen. Diese Position habe er nur mit aktiver Anstrengung halten können, hieß es.Als Motiv für den Selbstmord war bisher vom «Spiegel» spekuliert worden, dass Möllemann eine Haftstrafe «nicht unter zwei Jahren auf Bewährung» drohte. Möllemanns Rechtsanwältin wies dies zurück. Dies sei falsch, so Annette Marberth-Kubicki. Das von der Staatsanwaltschaft Düsseldorf eingeleitete Verfahren sei «völlig offen» gewesen, die Strafvermutung der Staatsanwaltschaft «eher verwegen».
Über das bei der Staatsanwaltschaft Münster laufende Verfahren sollte laut Marberth-Kubicki an diesem Mittwoch über eine Einstellung gesprochen werden, um es zu beenden. (nz)