netzeitung.deMöllemann hatte Rettungssystem nicht aktiviert

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Jürgen W. Möllemann bei einem Sprung 2002 (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Jürgen W. Möllemann bei einem Sprung 2002
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Jürgen Möllemann hatte laut einem Zeitungsbericht vor seinem letzten Sprung die Rettungsautomatik nicht angeschaltet. Das habe eine Untersuchung des Herstellers ergeben. Thema: Tod von Möllemann GSG 9 begutachtet Möllemanns Todessprung Rexrodt sieht keine «Hatz» auf Möllemann Westerwelle: FDP hatte bei Ausschluss von Möllemann keine Alternative

Der frühere FDP-Wirtschaftsminister Jürgen W. Möllemann hat einem Bericht des Berliner «Tagesspiegel» zufolge vor seinem tödlichen Fallschirmsprung das automatische Rettungssystem «Cypres» nicht aktiviert. Dies hätten Untersuchungen des Herstellers Airtec und eines Gutachters bestätigt, nachdem zuvor bereits Augenzeugen diesen Sachverhalt zu Protokoll gegeben hatten.

Dieses eindeutige Ergebnis sei ein wichtiger Hinweis darauf, dass der Politiker Selbstmord begangen habe, folgert der «Tagesspiegel». Das erforderliche Einschalten von «Cypres» vor dem Flug durch mehrmaligen Tastendruck gelte als bewusster Vorgang.

Reserveschirm hätte sich in 225 Metern öffnen müssen
Die «Cypres»-Öffnungsautomatik hätte der Zeitung zufolge vier Sekunden vor dem Aufprall bei einer Höhe von 225 Metern den Reserveschirm öffnen und Möllemann sicher zur Erde bringen müssen. Die dafür zuständige Taste habe Möllemann jedoch vor dem Flug nicht betätigt, meldet der «Tagesspiegel» weiter.

Bislang sei niemals ein Fall bekannt geworden, dass das System aus technischen Gründen im Notfall nicht funktioniert habe. Im Laufe der Zeit habe «Cypres» rund tausend Springern, deren Hauptfallschirm sich nicht öffnete, das Leben gerettet, davon etwa 50 in Deutschland. (nz)