Rexrodt sieht keine «Hatz» auf Möllemann
Der Bundesschatzmeister der Partei war nach Ansicht des schleswig-holsteinischen FDP-Politikers Wolfgang Kubicki dabei der treibende Motor. Kubicki hatte gesagt: «Besonders die Rolle unseres Schatzmeisters Günter Rexrodt beurteile ich sehr kritisch, weil er sich als Strafverfolger aufgespielt und mit seinem martialischen Auftreten die Stimmung gegen Jürgen zusätzlich angeheizt hat.»
«Es ging nur darum, die Partei zu schützen», verteidigte sich nun Rexrodt. Die hätte sich ja strafbar gemacht, wenn sie nicht die Umstände aufgeklärt hätte, unter denen Möllemann sein Wahlkampfflugblatt finanzierte.
Die Partei hatte Ende der achtziger Jahre jedoch kein Problem damit, den wegen Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit der Flick-Affäre vorbestraften Otto Graf Lambsdorff kurz nach seiner Verurteilung zu ihrem Vorsitzenden zu wählen. Er ist bis heute Ehrenvorsitzender.
Nach der Sendung räumte Rexrodt dann doch noch Fehler ein, zumindest die anderer. Im Internet schrieb er, Westerwelle «hätte deutlicher und zugleich freundschaftlicher mit Herrn Möllemann reden müssen». (nz)

