Westerwelle bestritt das und rechtfertigte die gegen Möllemann verhängten Sanktionen mit der Gefahr für die Partei: «Ich habe mit aller Kraft meine Partei zusammengehalten, die Jürgen Möllemann zu sprengen drohte.»Es habe für den Parteivorstand keine andere Möglichkeit gegeben, als die Berichte über das auf seltsamen Wegen finanzierte Flugblatt auftauchten. «Es gab für die Parteispitze keine Alternative. Leider. Ich konnte und durfte derart massive Hinweise auf Gesetzesverstöße nicht unter den Teppich kehren. Daran möchte ich manche Kommentatoren erinnern, die heute leichtfertig Vorwürfe erheben», sagte Westerwelle.
Vorwürfe erhebt unter anderem die Familie des Toten, die darauf bestand, dass Westerwelle nicht bei der Beerdigung erscheint. Er sei erschüttert über Möllemanns Tod, sagte Westerwelle und er werde die tiefe Trauer der Familie respektieren. «Jeder fühlende Mensch hat eine Ahnung, was jetzt in den Köpfen und Herzen der Familie Möllemann vorgehen muss.» (nz)