14. Jun 2003 09:59, ergänzt 10:30
Neue Zeugenaussagen erhärten den Verdacht, dass sich Jürgen Möllemann umbringen wollte. Und auch über ein mögliches Motiv wird spekuliert: ein Jahr Gefängnis.
Auf dem Video sei Möllemanns Absprung in 4000 Metern Höhe zu sehen, sagte der Essener Oberstaatsanwalt Wolfgang Reinicke. Anschließend seien andere Springer gefilmt worden. Erst als Möllemann ohne Fallschirm zu Boden stürzte, habe der Filmer die Kamera wieder auf ihn gerichtet. «Weit im Hintergrund ist er auf dem Video zu erkennen. Als kleines schwarzes Pünktchen», so Reinicke.Außerdem sollen Zeugen berichtet haben, dass Möllemann nicht den elektronischen Sicherheitsmechanismus aktiviert hatte, der ab einer bestimmten Höhe automatisch den Fallschirm öffnet.
Und er soll, wie laut «Spiegel» Zeugen aussagten, sich in ungefähr 600 Metern Höhe die Schutzbrille von den Augen gerissen haben. Das Magazin zitiert Experten mit der Vermutung, dies lasse auf einen Selbstmord schließen.