Möllemann-Witwe erhebt Vorwürfe gegen FDP
Bislang ist nicht klar, ob es für Möllemann einen Staatsakt geben wird. FDP-Chef Guido Westerwelle und Fraktionschef Wolfgang Gerhardt sollen nach dem Tod Möllemanns bei Kanzleramtschef Frank-Walter Steinmeier (SPD) angerufen haben, damit er, Steinmeier, die Bundesregierung veranlasse, einen Staatsakt bei Bundespräsident Johannes Rau zu beantragen. Angeblich wollten die beiden liberalen Spitzenpolitiker selbst keinen Staatsakt für ein ausgetretenes FDP-Mitglied erbitten.
Möllemanns Witwe würde bei einer derartigen Veranstaltung die FDP-Spitze nicht sehen wollen, schreibt «Bild». Auch zur Beerdigung am Freitag sei niemand von der FDP-Führung eingeladen. Die Beisetzung soll im engsten Familienkreis stattfinden.
Möllemann-Geschäftsfreund Uwe Tönningsen sagte, die Witwe habe in den vergangenen Tagen ein Kondolenzschreiben von Westerwelle ungeöffnet zurückgeschickt. Ebenso verweigerte sie die Annahme von Beileidsbriefen von Gerhardt und FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper. (nz)

