netzeitung.deMöllemann-Witwe erhebt Vorwürfe gegen FDP

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Carola Möllemann-Appelhoff (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Carola Möllemann-Appelhoff
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Witwe von Jürgen Möllemann gibt der FDP Mitschuld am Schicksal ihres Mannes: Die FDP-Spitze will sie nicht sehen, in der Todesanzeige erhob sie schwere Vorwürfe. Thema: Tod vom Möllemann Möllemann wird am Freitag beigesetzt Möllemann war an mehreren Waffengeschäften beteiligt Bericht: Möllemann bewegte Millionen Euro

Die Witwe des verstorbenen FDP-Politikers Jürgen Möllemann, Carola Möllemann-Appelhoff, erhebt schwere Vorwürfe gegen die FDP. Die «Bild»-Zeitung berichtet unter Berufung auf das Umfeld der Familie, sie beschuldige die FDP, am Schicksal ihres Mannes mit Schuld zu sein. Sie sagte, «sie wollten meinen Mann fertig machen - und sie haben es geschafft».

Bislang ist nicht klar, ob es für Möllemann einen Staatsakt geben wird. FDP-Chef Guido Westerwelle und Fraktionschef Wolfgang Gerhardt sollen nach dem Tod Möllemanns bei Kanzleramtschef Frank-Walter Steinmeier (SPD) angerufen haben, damit er, Steinmeier, die Bundesregierung veranlasse, einen Staatsakt bei Bundespräsident Johannes Rau zu beantragen. Angeblich wollten die beiden liberalen Spitzenpolitiker selbst keinen Staatsakt für ein ausgetretenes FDP-Mitglied erbitten.

Möllemanns Witwe würde bei einer derartigen Veranstaltung die FDP-Spitze nicht sehen wollen, schreibt «Bild». Auch zur Beerdigung am Freitag sei niemand von der FDP-Führung eingeladen. Die Beisetzung soll im engsten Familienkreis stattfinden.

Witwe schaltet Anzeige gegen FDP-Spitze
In einer in mehreren Tageszeitungen geschalteten Anzeige von Möllemann-Appelhoff und den Kindern Möllemanns hieß es: «Werden uns diejenigen Rechenschaft geben, die auf niederträchtige Weise versucht haben, sowohl den Menschen Jürgen W. Möllemann wie auch sein politisches Lebenswerk zu zerstören, für das er mehr als 30 Jahre leidenschaftlich mit Herz und Seele gekämpft hat?».

Möllemann-Geschäftsfreund Uwe Tönningsen sagte, die Witwe habe in den vergangenen Tagen ein Kondolenzschreiben von Westerwelle ungeöffnet zurückgeschickt. Ebenso verweigerte sie die Annahme von Beileidsbriefen von Gerhardt und FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper. (nz)