07. Jun 2003 09:35
Ermittler haben bei den Durchsuchungen gegen Möllemann auch Beweise für Provisionen aus Waffengeschäften gesucht. Er soll mehrere Millionen Mark nicht versteuert haben.
Der frühere FDP-Politiker Jürgen Möllemann soll in den 90er-Jahren an mehreren internationalen Rüstungsgeschäften beteiligt gewesen sein. Die «Berliner Zeitung» berichtet unter Berufung auf Ermittler, eines dieser Geschäfte habe einen Umfang von fast einer halben Milliarde Mark gehabt. Über mehrere Scheinfirmen soll Möllemann dafür Provisionen in Höhe von mehreren Millionen Mark kassiert haben. Diese seien zum Teil nicht versteuert worden.
Bisher war Möllemann nur mit der Lieferung von Fuchs-Spürpanzern an Saudi-Arabien in Verbindung gebracht worden.
Die Einkünfte aus den Rüstungsgeschäften seien bereits weitgehend aufgeklärt, schreibt die Zeitung. Aus diesem Grund habe Möllemann auch zunächst einem Angebot zugestimmt, nachdem das Verfahren gegen einen Strafbefehl und eine Steuernachzahlung eingestellt worden wäre. Vor wenigen Wochen sei ihm jedoch die zu zahlende Gesamtsumme mitgeteilt worden – daraufhin habe Möllemann seine Zustimmung zurückgezogen. (nz)