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Bericht: Möllemann bewegte Millionen Euro

06. Jun 2003 23:49
Laut einem Bericht der «Bild»-Zeitung hat Möllemann über seine Auslandskonten sehr hohe Geldsummen fließen lassen. Dies gehe aus dem Durchsuchungsbefehl hervor.

Thema: Tod von Möllemann
Der verstorbene FDP-Politiker Jürgen Möllemann hat einem Bericht der «Bild»-Zeitung zufolge Millionensummen auf seinen Luxemburger Konten bewegt, die viel höher waren als bisher bekannt. Dies gehe aus dem Durchsuchungsbefehl des Amtsgerichts Düsseldorf für die am Donnerstag begonnenen Hausdurchsuchungen hervor.

Demnach hat Möllemann zwischen November 1997 und Januar 2000 rund 4,5 Millionen Euro von seinen Luxemburger Konten als angebliche «Darlehensrückzahlung» an die Firma «Curl AG» in Liechtenstein überwiesen. Dieses Unternehmen soll einem Geschäftsfreund Möllemanns, Rolf Wegener, gehören.

1,9 Millionen Euro für Möllemanns Firma

Im gleichen Zeitraum soll dessen «Curl AG» rund 1,9 Millionen Euro an Möllemanns Firma «Web/Tec» überwiesen haben. Laut «Bild» gehen die Ermittler dem Verdacht nach, dass Schmiergelder in Höhe von rund 4,6 Millionen Euro aus dem Verkauf von 36 «Fuchs-Spürpanzern» an Saudi-Arabien im Jahr 1991 über die «Curl AG» an Möllemann geflossen sein könnten.

Möllemann hatte den Verkauf der Panzer an Saudi-Arabien durch seine Zustimmung als damals amtierender Bundeswirtschaftsminister erst ermöglicht. Weiter meldete «Bild», die Ermittler hätten außerdem neue Erkenntnisse über die verdeckten angeblichen Parteispenden zur Finanzierung von Möllemanns umstrittenem Wahlkampf-Faltblatt gewonnen.

Vier Personen zahlten Geld für Flyer ein

Nun stehe fest, dass die Einzahlungen von rund einer Million Euro für den Flyer auf dem Wahlkampfkonto Möllemanns nur von vier verschiedenen Personen vorgenommen wurden. Das Geld war von einem Luxemburger Konto Möllemanns am 13. September 2002 - also rund eine Woche vor der Bundestagswahl - in bar abgehoben worden.

Laut Möllemann soll das Konto aber nicht ihm selbst gehört haben. Er will es nur treuhänderisch für einen Geschäftspartner aus dem Iran geführt haben. (nz)

 
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