Bei den Ermittlungen nach dem tödlichen Fallschirmabsprung des ehemaligen FDP-Spitzenpolitikers Jürgen Möllemann haben sich keine Anhaltspunkte für eine Fremdmanipulation am Schirmsystem ergeben. Technische Mängel hätten die Gutachter an dem abgelösten Hauptschirm ebenfalls nicht entdeckt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Recklinghausen mit. Damit verdichten sich die Hinweise auf einen Selbstmord des Politikers. Die Essener Staatsanwaltschaft erklärte dennoch erneut, es werde weiterhin in alle Richtungen ermittelt. Unklar sei zum Beispiel noch, warum sich der Reservefallschirm nicht geöffnet habe. Hersteller: Sicherheitssystem versagte nie Die Hersteller-Firma hält zudem ein technisches Versagen des Sicherheitssystems an dem Fallschirm für «äußerst unwahrscheinlich». Einen solchen Fall habe es bislang noch nie gegeben, zitierte der «Reutlinger General-Anzeiger» den Hersteller. Auch die Möglichkeit, dass das System während des Fluges manipuliert worden sei, nennt der Fallschirmtechniker Kai Koerner von der Firma Airtec GmbH «äußerst unwahrscheinlich». Dazu sei im Flugzeug gar kein Platz. Das endgültige Untersuchungsergebnis der Sicherheitstechnik werde allerdings erst in einigen Tagen vorliegen, hieß es. Gerhardt will Staatsbegräbnis Unterdessen hat der FDP-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Gerhardt angeregt, Jürgen Möllemann ein Staatsbegräbnis auszurichten. Zu diesem Zweck habe er das Kanzleramt kontaktiert, teilte die Fraktion am Abend mit. (nz)
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