netzeitung.deMöllemann will noch keine eigene Partei

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Jürgen Möllemann (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Jürgen Möllemann
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Möllemann will einen möglichen Ausschluss aus der FDP abwarten: Erst dann werde über die Gründung einer eigenen Partie nachdenken, sagt er.

Der ehemalige FDP-Vize Jürgen Möllemann plant in absehbarer Zeit keine Parteigründung. Am Mittwochabend sagte er in der ARD-Sendung «Gabi Bauer», solange sein Verbleib bei den Liberalen nicht geklärt sei, stelle sich diese Frage nicht. Zugleich schloss er nicht aus, dass er zuvor freiwillig die Partei verlassen wird. Zugleich sagte er, «30 Jahre schmeißt man ja nicht so einfach weg».

Möllemann sagte im Bezug auf sein Buch, Guido Westerwelle habe ihm selbst davon erzählt, dass er vom israelischen Geheimdienst Mossad erpresst werde. Auf mehrfachen Wunsch von FDP-Mitgliedern, zu sagen, womit, habe dieser jedoch geschwiegen. Der Mossad habe Westerwelle «offenbar massiv unter Druck gesetzt». Der FDP-Chef sei wegen dieser Sache nach seiner Israel-Reise im Jahr 2002 «aufgewühlt» bis «fassungslos» gewesen.

Möllemann rechtfertigte sich auch dafür, dass er in seinem Buch schreibt, Hans-Dietrich Genscher habe ihn gebeten, den Friedensnobelpreis für ihn zu «besorgen». Er habe Genscher nicht blamieren wollen, sondern lediglich «den Bruch in der FDP darstellen wollen».

Der Ex-FDP-Vize betonte erneut, dass er den umstrittenen Wahlkampfflyer aus dem Privatvermögen bezahlt habe. Auf die Frage, wann er von Michel Friedman des Antisemitismus bezichtigt worden sei, wusste er wie bereits vor Monaten auf Anfrage der Sendung «Panorama» keine Antwort – versicherte aber, dies belegen zu können.