netzeitung.deBroder wirft Henkel antijüdischen Spruch vor

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Der frühere BDI-Präsident Henkel soll «Spiegel»-Autor Broder eine gemeinsame Fahrt mit dem Aufzug verweigert haben. Nun streiten die beiden über den «tatsächlichen Hergang». Thema: Debatte um Antisemitismus Mehr als nur ein Image Spiegel nennt Blüms Kritik an Israel «ungeheuerlich» CDU bejubelt Stoibers Kampfrede in Frankfurt Spiegel: Antisemitismus besteht fort

«Spiegel»-Autor Henryk M. Broder streitet sich mit Hans-Olaf Henkel über einen angeblich antisemitischen Spruch des früheren BDI-Chefs. Der Gang an die Öffentlichkeit sei «das einzig wirksame Mittel», um sich gegen derartige Äußerungen zu wehren, sagte Broder der Nachrichtenagentur ddp am Mittwoch in Berlin. Der vollständige Disput ist auf Broders Internetseite nachzulesen.

Broder behauptet, Henkel habe sich im Anschluss an eine «Christiansen»-Aufzeichnung geweigert, den selben Fahrstuhl zu benutzen: «Mit einem Juden fahre ich nicht im selben Aufzug», habe Henkel ihm zugerufen. Henkel antwortete auf Broders Vorwürfe mit einem Brief, in dem er die antijüdische Äußerung bestreitet. Allerdings weigerte sich Henkel, seine Sicht das Vorfalls anzugeben: «Auch wenn es mir sehr schwer fällt, muss ich, um mich vor weiteren Fehlinterpretationen zu schützen, auf eine Schilderung des tatsächlichen Hergangs verzichten.»

Im Gegenzug warf Broder Henkel vor, ihm eine «Lüge» zu unterstellen. Henkel könne zwar einen «geschmacklosen Witz» machen, doch solle er zu seinen Äußerungen stehen. Durch seine «Gedankenlosigkeit» und «Respektlosigkeit» trage Henkel dazu bei, dass Antisemitismus in Deutschland «wieder salonfähig» werde. (nz)