01. Sep 2001 18:13
Mit einem solchen Ansturm hatte Gerhard Schröder nicht gerechnet: Zehntausende Bürger standen am Samstag Schlange, um einen Blick in das neue Kanzleramt zu werfen.
Lange Schlangen sind im Berliner Regierungsviertel nichts Ungewöhnliches. Doch am Samstag drängten sich die Besucher nicht wie gewohnt vor dem Reichstagsgebäude, sondern schräg gegenüber vor dem neuen Nachbarn, dem imposanten Kanzleramt.Zehntausende nutzen den Tag offenen Tür, um einen Blick in den Schaltzentrale der Bundesregierung zu werfen. Die unteren Stockwerke des Kanzleramtes, der Garten und der Park standen ihnen offen. Auf der Besucherroute lagen rote Teppiche aus. Allerdings aus einem praktischen Grund: Der eigentliche grüne Belag sollte vor den Besuchermassen geschont werden.
Am Tag der offenen Tür der Regierung beteiligen sich auch acht Ministerien, das Bundespresseamt sowie das Schloss Bellevue, der erste Amtssitz von Bundespräsident Johannes Rau. Dort fanden sich ebenfalls tausende interessierte Bürger ein, um sich über die Arbeit von Regierung und Bundespräsident zu informieren, allerdings bei weitem nicht so viele wie im Kanzleramt.Am Samstagabend war vor dem Kanzleramt ein buntes Fest mit Stars wie Udo Lindenberg, den Prinzen und den No Angels geplant. Am Sonntag öffnen sich in diversen Ministerien und dem Kanzleramt ein weiteres Mal die Türen. An beiden Tagen zusammen rechneten die Veranstalter mit bis zu 200.000 Besuchern. (nz)