netzeitung.deEon beantragt Stilllegung von AKW Stade

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Nach Mülheim-Kärlich geht mit Stade der zweite deutsche Atommeiler vom Netz. Der Stromkonzern Eon hat den Abbau für 2003 beantragt.

HANNOVER. Der Energiekonzern Eon hat offiziell die Stilllegung des Kernkraftwerkes Stade beantragt. Das teilte der niedersächsische Umweltminister Wolfgang Jüttner (SPD) am Freitag mit. Im zweiten Halbjahr 2003 werde der Reaktor vom Netz genommen und dann in einem Zeitraum von zehn bis zwölf Jahren abgebaut, hieß es weiter. Bereits Anfang Juli dieses Jahres hatte Eon-Chef Hans-Dieter Harig angekündigt, den Meiler im Jahre 2003 abzuschalten und danach abzubauen.

In seiner Stellungnahme begrüßte Jüttner den Antrag, den Eon am Donnerstag gestellten hatte. Mit Stade werde das erste niedersächsische Kernkraftwerk vom Netz gehen, sogar ein Jahr früher, als nach dem Atomkonsens erlaubt wäre. Der Abbau erfolge in fünf Phasen. Da es momentan noch keinen Standort für ein Endlager in Deutschland gebe, werde zur Lagerung der radioaktiven Abfälle noch ein Zwischenlager errichtet. Der Reaktor an der Elbe ging am 29. Januar 1972 in Betrieb. (nz)