Kosten, Bürokratie und Chaos gefürchtet:
Neue Gefahr für das Hotel-Steuergeschenk
Ohne die Zustimmung des von CDU und FDP regierten Schleswig-Holsteins hätte Schwarz-Gelb im Bundesrat keine Zustimmung für das Vorhaben, das rund eine Milliarde Euro pro Jahr kosten wird und den Tourismus in Deutschland ankurbeln soll. Die neue Hotel-Steuer soll zum 1. Januar 2010 in Kraft treten. Die CSU kritisierte Koppelin. «Mit Erstaunen nehme ich zur Kenntnis, dass sich Herr Koppelin nicht mehr an die Forderungen seiner Partei im Wahlkampf erinnert», sagte CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich am Samstag in Berlin. «Gerade die FDP hat ja lauthals die Senkung der Mehrwertsteuer gefordert.» Koppelin sollte dringend Rücksprache mit seinem Parteichef Guido Westerwelle halten.
Dies sei notwendig, damit Bistros und Gaststätten in der Nachbarschaft von Hotels keinen Nachteil erleiden, berichtete der «Spiegel» und beruft sich auf die unionsgeführten Bundesländer und Hartmut Koschyk (CSU), den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesfinanzministerium. Auch bei den Unions- Ministerpräsidenten herrscht Unmut. «Es ist den Vertretern des Freistaates Bayern gelungen, ihre regional begründeten Wünsche durchzusetzen», kritisierte Sachsen-Anhalts Regierungschef Wolfgang Böhmer (CDU).
