10.07.2001
Herausgeber: netzeitung.de
Binationale Ehen sind in Deutschland keine Seltenheit mehr. 800.000 Deutsche sind mit Ausländern verheiratet - über ein Drittel mehr als noch vor zehn Jahren.
WIESBADEN. Mehr als 800.000 Deutsche sind mit einem ausländischen Partner verheiratet. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden zum Weltbevölkerungstag am Mittwoch mit. Nach dem Stand von Mai vergangenen Jahres hatten in 1,3 Millionen Ehen in Deutschland beide Partner einen ausländischen Pass.
Bei 60 Prozent der binationalen Ehepaare wuchsen Kinder im Haushalt auf. Bei deutschen Ehepaaren lag dieser Anteil mit 49 Prozent deutlich niedriger. Gegenüber 1991 ist die Zahl binationaler Ehen um 253.000, also um mehr als ein Drittel gestiegen. Die Zahl der Ehen insgesamt hat sich in den vergangenen zehn Jahren nicht verändert, es sind 19,5 Millionen.
Es sei geplant, die Nationenanteile an den gemischten Ehen in Deutschland aufzuschlüsseln, sagte Klaus-Jürgen Duschek vom Statistischen Bundesamt. Nach Berechnungen der Bundesbehörde ist die Zahl der binationalen Ehen in den in den alten Bundesländern mit durchschnittlich einem Prozent deutlich niedriger als in Westdeutschland, wo fünf Prozent der Ehen multikulturell sind. (dpa)