Sechs Wochen Zeit fürs zweite Kind :
Grünen-Chef Özdemir nimmt Elternzeit
17.11.2009
Herausgeber: netzeitung.de
«Ich will das ernsthaft machen», versicherte Özdemir. Der Vorteil einer Doppelspitze sei, dass auch in einem solchen Fall nicht gleich die Bundesgeschäftsstelle verriegelt werden müsse. «Ich werde einfach sechs Wochen lang mein Programm runter fahren und mich vornehmlich um die Erziehung meines Sohnes kümmern und meiner Frau helfen», sagte Özdemir. Er ist mit der Journalistin Pia Castro verheiratet.
Die «(Semi)-Paritätischen» nahmen den Wissenschaftlern zufolge zwischen drei und acht Monate Elternzeit - meist versetzt zur ebenfalls berufstätigen Partnerin. Dieser Gruppe gehörten 14 Prozent der befragten Väter an. Die «umgekehrten Nutzer» - sechs Prozent der Männer - bezogen länger Elterngeld als ihre Partnerin. Ihnen ist die Familie sehr wichtig, die Karriere dagegen nicht. Durch ihre Auszeit wollten sie auch das berufliche Fortkommen der Partnerin unterstützen.
Zu den «Familienorientierten» zählten die Wissenschaftler weitere neun Prozent. Sie nahmen zwischen einem und neun Monaten Elternzeit, kombinierten diese aber mit einer unbezahlten Auszeit. Ihr Wunsch ist, die Kinder möglichst lange von einem Elternteil betreuen zu lassen. 5 Prozent der Väter bilden den Wissenschaftlern zufolge die «Familienzentrierten»: Sie nutzten zwischen neun und zwölf Elternmonate und kombinierten diese noch mit unbezahlter Elternzeit. Diese Väter betonten, dass ihre Entscheidung nicht auf den Wunsch der Partnerin zurückging. Für die von der Hans Böckler Stiftung geförderte Studie wurden 624 erwerbstätige Väter in Elternzeit online befragt. (AP, dpa, nz)

