Mängel bei hochsensiblen Informationen:
Bundesagentur erneut wegen Datenschutz in Kritik
Die Bundesagentur wies die jüngsten Vorwürfe am Freitag zurück. Der Datenschutz werde beachtet, sagte eine Sprecherin zu dem Zeitungsbericht. Die sensiblen Daten stünden allein den Fallmanagern in den jeweiligen Jobcentern zur Verfügung. Dafür habe man gesorgt, nachdem es vor der Freischaltung des Systems mit dem Namen 4-PM («Vier-Phasen-Modell») Hinweise auf mögliche datenschutzrechtliche Probleme gegeben habe. Die Datenbank ersetze frühere Papier-Akten und solle die Arbeit der Vermittler und Fallmanager in den Jobcentern erleichtern. Auch bei Umzügen von Arbeitslosen könnten so Daten schneller an das künftig zuständige Jobcenter weitergeleitet werden.
Schaar bezeichnete die von der schwarz-gelben Bundesregierung geplante Einrichtung einer Stiftung Datenschutz als längst überfällig. Viele der Fälle von Datenmissbrauch aus der letzten Zeit zeigten, dass es ein Defizit bei der Umsetzung des Datenschutzes gebe: «Das heißt, da liegt es gar nicht so sehr an den schlechten Gesetzen, sondern da liegt es daran, dass die Gesetze nicht beachtet werden», sagte er. Union und FDP vereinbarten in ihrem Koalitionsvertrag, eine Stiftung Datenschutz zu schaffen. Sie soll unter anderem die Aufgabe haben, Produkte und Dienstleistungen auf ihre Datenschutzfreundlichkeit zu überprüfen. (dpa)
