Sommerzeit auch im Winter:
FDP dringt auf Abschaffung der Zeitumstellung
22.10.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Die alte Bundesregierung habe das «Zeitfenster für Veränderungen» leider nicht genutzt, als die EU vor Verlängerung der Regelung eine kritische Bestandsaufnahme verlangt habe, sagte die FDP-Politikerin.
Seit Jahren wollen verschiedene FDP-Politiker die Zeitumstellung abschaffen. 2005 hatten sie eine kleine Anfrage an die damalige rot-grüne Bundesregierung gerichtet, die erklärte, sie werde an der Sommerzeit festhalten, sofern nicht die EU-Mitgliedsstaaten gemeinsam die Absicht hätten, diese abzuschaffen.
Am 11. März 2008 brachte die FDP-Fraktion im Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Technologie einen Entschließungsantrag ein, in dem die Große Koalition aufgefordert wurde, sich für eine Abschaffung der Zeitumstellung und für die Einführung einer EU-weit einheitlichen Zeitregelung auf der Grundlage der Sommerzeit einzusetzen. Der Antrag wurde abgelehnt.
Allerdings driften die Vorstellungen von Männern und Frauen auseinander: Frauen kuscheln lieber mit ihrem Haustier als mit dem Partner. Da ist es wohl kein Wunder, dass 23 Prozent der befragten Männer die zusätzliche Stunde am Morgen mit Zeitung lesen verbringen oder 19 Prozent im Internet surfen.
Ursprünglich sollte mit der Zeitumstellung erreicht werden, dass das Tageslicht besser genutzt und Energie eingespart wird. Diese Überlegung war insbesondere eine Nachwirkung aus der Zeit der Ölkrise in Deutschland 1973. Seit 2001 ist die Zeitumstellung für Europa verbindlich festgelegt. In allen EU-Mitgliedstaaten beginnt die Sommerzeit jeweils am letzten Sonntag im März und endet am letzten Sonntag im Oktober. Die nächste Sommerzeit beginnt am 28. März 2010. (AP/dpa/nz)

