25. Jun 2001 18:29
Trotz aller Appelle: Für die Entschädigung der NS-Zwangsarbeiter will Multimillionär Friedrich Christian Flick nicht zahlen, sondern verspricht lieber eine Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit.
BERLIN. Der Industrie-Erbe Friedrich Christian Flick hat Forderungen nach einem persönlichen Beitrag für die Stiftungsinitiative zur Entschädigung ehemaliger NS-Zwangsarbeiter abgelehnt. Stattdessen kündigte er an, Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit zu gründen. Sie soll mit zehn Millionen Mark dotiert sein.
Die ehemaligen Flick-Unternehmen hätten sich bereits überdurchschnittlich an der Initiative der deutschen Wirtschaft beteiligt: «Eine Zahlung meinerseits würde mit von Unternehmen geleisteten Bürgschaften verrechnet und käme nicht zusätzlich ehemaligen Zwangsarbeitern zugute», teilte Flick mit.