22. Jun 2001 12:05
Die Entschädigung für ehemalige Zwangsarbeiter fällt möglicherweise geringer aus, als geplant. Wenn bei der Stiftung weiterhin so viele Anträge eingehen wie jetzt, dann wird das Geld knapp.
BERLIN. Die Zwangsarbeiterstiftung erhält mehr Anträge auf Entschädigung als erwartet. Nach dem jetzigen Stand sei mit 1,5 Millionen oder mehr Anträgen zu rechnen. «Die Befürchtungen nehmen zu, dass wir mit dem Geld nicht auskommen», sagte das Vorstandsmitglied Hans Otto Bräutigam am Freitag in Berlin. Das Kuratorium appellierte an die Anwälte, einen Teil ihrer Honorare zur Verfügung zu stellen und forderte die Wirtschaft auf, sämtliche Zinserträge zu überweisen.
Das Kuratorium billigte die für die Anwälte vorgesehenen Honorare von knapp 125 Millionen Mark. Dieser Rahmen sei schon im vergangenen Jahr bei den Verhandlungen gesetzt worden, betonte Bräutigam. Der Appell, einen Teil davon abzutreten, sei im Kuratorium vom dort vertretenen amerikanischen Opferanwalt begrüßt worden.