01.10.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Iro-Träger Sascha Lobo berät die SPD in Online-Fragen. Dieser Pirat bald die CDU?
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Online lief es für die Union im Wahlkampf nicht so glorios. Da verschworen sich die «Yeah»-Rufer gegen die Kanzlerin. Wenn es nach dem Hamburger Bürgermeister geht, muss die CDU jetzt von der kleinen Konkurrenz lernen.
Die CDU will von der Piratenpartei lernen, wie eine Partei über das Internet an potenzielle Wähler herankommt. «Wir müssen in der Kommunikation vor allem über die digitalen Kanäle noch besser werden», sagte das CDU-Präsidiumsmitglied Ole von Beust der «Welt». Die Piratenpartei habe «sehr gut ihre Wähler mobilisieren können», sagte der Hamburger Bürgermeister. Teilweise hatte sie die Wähler auch erfolgreich dazu mobiliert, zu den Wahlkampveranstaltungen von Angela Merkel zu gehen und dort mit lautem Yeah-Gebrüll ihre politischen Ausführungen zu stören.
Laut von Beust soll CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla ein Konzept erarbeiten «wie man kommunikativ besser an diese Klientel herankommt». Von Beust sagte, die CDU habe brav ihre Homepages, «aber viele Diskussionen laufen ja eher in Foren, die wir alle kaum kennen». Die CDU könne «von den Piraten durchaus etwas lernen». Die internet-fixierte Piratenpartei war bei der Bundestagswahl auf zwei Prozent der Stimmen gekommen. (nz/AP)