Noch schärfere Sicherheitsmaßnahmen: 

netzeitung.deBayern will auch Autos von der Wiesn fernhalten

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Blick in ein Oktoberfest-Bierzelt (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Blick in ein Oktoberfest-Bierzelt
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Erst ein Flugverbot, und nun noch schärfere Regeln für Taxis, Lkws und andere Fahrzeuge: Um die Sicherheit auf dem Oktoberfest zu erhöhen, nimmt der Staat weitere Einschränkungen in Kauf.

Nach der Veröffentlichung von Drohvideos islamistischer Terroristen sollen einem Zeitungsbericht zufolge in der zweiten Woche des Oktoberfestes auch Autos von der Münchner Theresienwiese ferngehalten werden. Wie die «Süddeutsche Zeitung» schreibt, soll ein Sicherheitskorridor eingerichtet werden. Das bayerische Innenministerium und die Stadt München hätten sich darauf verständigt, den Verkehr weitgehend aus dem Umkreis der Theresienwiese zu verbannen.

Fahrzeuge werden demnach offenbar nur noch nach scharfen Kontrollen vorgelassen. Auch Straßensperrungen und Parkverbote seien vorgesehen, heißt es in dem Bericht. Das neue Konzept gelte von Montag an. «Spiegel Online» berichtete, ab Montag solle der Lkw- und Taxi-Verkehr um die Theresienwiese eingeschränkt werden. Taxis und Lastwagen dürften dann nur noch in ausgewiesenen Bereichen halten.

Ein Ministeriumssprecher sprach von einer höchst sensiblen Lage. Zudem wurde die Zahl der Einsatzkräfte beim größten Volksfest der Welt erhöht. Aus Sorge vor einem Terroranschlag war am Wochenende für das Oktoberfest bereits ein Überflugverbot erlassen worden. Auslöser war offenbar ein größeres Werbeflugzeug, das am Donnerstag zur Beunruhigung von Wiesn-Besuchern führte.

«Eine Flugverbotszone erscheint uns aufgrund der aktuellen Sicherheitslage für geboten», sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Laut Bundesverkehrsministerium gilt das Überflugverbot bis zum Ende des Oktoberfests am kommenden Sonntag. In den vergangenen Tagen hatten die Terrororganisation Al Qaeda und zuletzt auch die Taliban mit Vergeltungsschlägen in Europa und vor allem in Deutschland gedroht. (AP/dpa/nz)