Bundestagswahl 2009: 

netzeitung.dePiratenpartei liegt bei zwei Prozent

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Mitglieder der Piratenpartei auf einem Floß in der Spree (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mitglieder der Piratenpartei auf einem Floß in der Spree
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Nicht so viel wie erwartet, aber ein Achtungserfolg: In den ersten Hochrechnungen sticht die Piratenpartei aus den anderen Kleinstparteien hervor. Die Piraten-Kapitäne dürften zufrieden sein.

Online hat sie in allen Vorab-Prognosen in Netzwerken und Foren abgeräumt, was sie nur konnte, offline reicht es immerhin dazu, bemerkt zu werden: Die
Piratenpartei Deutschlands hat mit rund zwei Prozent der Wählerstimmen bei der Bundestagswahl 2009 einen Achtungserfolg erzielt. Das geht aus übereinstimmenden Hochrechnungen von ARD und ZDF hervor.

Die 2006 gegründete Partei setzte sich bei ihrer ersten Bundestagswahl für Datenschutz, stärkere Bürgerrechte und Freiheit beim Zugang zu Informationen ein. In den vergangenen Monaten hatte sie einen beträchtlichen Zulauf erlebt und zählt inzwischen über 6000 Mitglieder.

In einer ersten Reaktion schreibt die Partei auf ihrer Webseite: «Das außerordentlich gute Wahlergebnis ist ein wichtiger Schritt für die noch junge Partei.» Es zeige, dass ihre zentralen Anliegen «bei immer mehr Menschen in Deutschland auf Zustimmung stoßen».

«Die Wahl hat gezeigt, dass unsere Themen wichtig sind und dass wir erfolgreich sein werden in der Zukunft», sagte der Parteichef, der Physiker Jens Seipenbusch, auf der Wahlparty im Berliner Szeneviertel Friedrichshain.

Landesverbände gibt es in allen 16 Bundesländern, bereits bei der Landtagswahl in Sachsen kamen die Piraten auf 1,9 Prozent. Vorbild ist die schwedische Piratenpartei, die bei der Wahl am 7. Juni mit 7,4 Prozent auch den Sprung ins Europaparlament schaffte. In Online-Umfragen hatte die Piratenpartei teilweise um die 15 Prozent der Stimmen erzielen können. (nz/dpa)