Bundeswahlleiter warnt Wahlforschungsinstitute: 

netzeitung.deWahlergebnisse twittern wird sehr teuer

 Herausgeber: netzeitung.de

Twitter: Schneller als das Fernsehen (Foto: Screenshot nz<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Twitter: Schneller als das Fernsehen
Foto: Screenshot nz
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Wer bei der Bundestagswahl Prognosen vor Schließung der Wahllokale veröffentlicht, muss tief in die Tasche greifen. 50.000 Euro Strafe droht der Bundeswahlleiter den Umfrageinstituten für diesen Fall an.

Bis zu 50.000 Euro Bußgeld will der Bundeswahlleiter Umfrage-Instituten bei der Bundestagswahl im Fall einer vorzeitigen Veröffentlichung von Prognosen über Twitter auferlegen.

Wahlleiter Roderich Egeler sprach nach Angaben seiner Behörde am Freitag in Wiesbaden mit Vertretern der Wahlforschungsinstitute. Die Veröffentlichung von Nachwahlbefragungen vor Schließung der Wahllokale etwa über den Kurznachrichtendienst Twitter sei unzulässig, sagte Egeler. Dies könne «in unzulässiger Weise die freie Entscheidung der Wählerinnen und Wähler beeinflussen».

Die Wahlforschungsinstitute versprachen, alle Vorkehrungen zu treffen, damit ihre Zahlen am 27. September nicht vor 18.00 Uhr in die Öffentlichkeit gelangen. (dpa)