13.07.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Christian Wulff
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Das Bombodrom in Brandenburg wird nicht kommen, nun beginnt die Diskussion um andere Schießplätze in Deutschland: Niedersachsens Ministerpräsident Wulff will auch die Anwohner in Nordhorn vor Lärm durch Militärübungen schützen.
Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hat die Schließung des Luft-Boden-Schießplatzes bei Nordhorn gefordert. In der Zeitung «Die Welt» äußerte er sich enttäuscht über die Entscheidung von Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU), das «Bombodrom» in Brandenburg zu schließen.
Wird jetzt mehr in Niedersachsen geballert?Damit sei eine regional gleichmäßige Lastenverteilung nicht mehr gegeben, sagte Wulff: «Wir erwarten die Verlagerung der Einsätze ins Ausland und in Simulatoren und damit die Aufgabe unseres Platzes.» Jung hatte am Donnerstag nach einem langen Rechtsstreit mit Anwohnern und Friedensinitiativen den Verzicht seines Ministeriums auf einen Luft-Boden-Schießplatz in Nordbrandenburg erklärt. Wulff hatte zuvor in einem Brief, der der «Welt» nach eigenen Angaben vorliegt, den Verteidigungsminister gebeten, nicht von den «Bombodrom»-Plänen Abstand zu nehmen. Ansonsten könne «von einer gleichmäßigen, regional ausgewogenen Verteilung der Lasten nicht die Rede sein».
Wulff befürchtet nun, dass die «Nordhorn Range» verstärkt von der Bundeswehr genutzt wird. Das würde die Lärmbelästigung für die Menschen in der Region erhöhen.(epd)