Justizministerium bestätigt bestialische Attacken:
Häftling in sächsischem Jugendgefängnis gefoltert
05.07.2009
Herausgeber: netzeitung.de
«Focus» zufolge sollen die beiden den jungen Mann im Duschraum mit kochendem Wasser übergossen und mit einem Besenstiel geschlagen haben. Außerdem werde ihnen vorgeworfen, dem 18-Jährigen gemeinsam mit anderen Häftlingen ein Hakenkreuz und SS-Runen auf den Oberkörper gemalt zu haben. Zuvor sei das Opfer an einen Stuhl gefesselt worden.
Das Opfer habe sich trotz Atemnot jedoch aus der Schlinge befreien und die Wächter alarmieren können. Der Fall erinnert an den Foltermord in der Haftanstalt Siegburg (Nordrhein-Westfalen). Im November 2006 hatten dort drei Häftlinge einen Mitgefangenen zu Tode gequält. Die Täter wurden inzwischen zu Haftstrafen zwischen zehn und 15 Jahren verurteilt.
Die Jugendhaftanstalt Regis-Breitingen ist Sachsens modernstes Gefängnis. Das Gebäude mit 376 Haftplätzen wurde am 5. Oktober 2007 eröffnet. Einen knappen Monat später nahm sich dort ein 21 Jahre alter Häftling das Leben. Einen weiteren Suizid gab es im März dieses Jahres. Der 21-Jährige war wegen Mordes verurteilt worden. (AP/dpa)

