Rudi Dutschke hatte über Verwicklung spekuliert:
Birthler hat keine Akte vom Dutschke-Attentäter
26.05.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Rudi Dutschke
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Keine neuen Erkenntnisse aus der Birthler-Behörde im Falle Rudi Dutschke: Von Josef Bachmann, der den Studentenführer 1968 anschoss, ist in der Behörde für Stasiunterlagen nichts zu finden, erklärte Chefin Marianne Birthler.
Zum Dutschke-Attentäter Josef Bachmann gibt es keine Akte der DDR-Staatssicherheit. Das teilte die Bundesbeauftragte für die Stasiunterlagen, Marianne Birthler, nach Recherchen ihrer Behörde mit. Nach den neuen Erkenntnissen über die Stasi-Vergangenheit des West-Berliner Polizisten Karl-Heinz Kurras, der am 2. Juni 1967 Benno Ohnesorg erschoss, war auch über eine mögliche Nähe von Bachmann zum DDR-Geheimdienst spekuliert worden.
Mutmaßungen von Vater und SohnDer Arbeiter hatte den Studentenführer Rudi Dutschke 1968 auf dem Berliner Kurfürstendamm niedergeschossen und sich Jahre später das Leben genommen. Dutschke starb 1979 an den Spätfolgen des Attentats. Laut Dutschkes jüngstem Sohn Marek hatte sein Vater in einem Schreiben an seine Frau Gretchen gemutmaßt, dass die Stasi auch in seinem Fall möglicherweise die Hände im Spiel hatte. «In dem Brief von Rudi, den meine Mutter nach seinem Tode öffnen sollte, hat mein Vater die Vermutung geäußert, dass hinter dem Anschlag auf ihn das MfS (Ministerium für Staatssicherheit) gesteckt haben könnte.
Die DDR, so mein Vater, habe damals gefürchtet, dass der antiautoritäre Sozialismus, für den Rudi stand, auf den anderen Teil Deutschlands überschwappen könnte», sagte Marek Dutschke der «Bild»-Zeitung.(dpa)