Flick-Ausstellung wegen NS-Vergangenheit abgesagt
25.03.2001
Herausgeber: netzeitung.de
Kritiker hatten wegen der Nazi-Nähe seines Großvaters Friedrich Flick zu Bedenken gegeben, die umfangreiche Privatsammlung könnte mit unlauter erworbenem Geld zusammengekauft worden sein. Friedrich-Christian Flick, der in der Schweiz lebt, hatte die Absage damit begründet, angesichts dieser Diskussion würde die Münchner Ausstellung der Kunst und den Künstlern mehr schaden als nützen. Ein objektiver Rahmen für die Auseinandersetzung mit den Werken sei zurzeit nicht gegeben.
Vitali sagte, die Werke wären vielleicht gerade im Haus der Kunst am besten zu diskutieren gewesen. «Ich habe das Gefühl, dass das letztlich ein Stellvertreterkrieg ist.»
Der Enkel, dessen Vermögen auf eine Milliarde Franken geschätzt wird, baut seit den 70er Jahren an einer Kunstsammlung mit Werken von Sigmar Polke, Richard Serra und Martin Kippenberger. Er will für die Sammlung privat ein Museum in Zürich schaffen. (dpa)

