Verdächtigter SPD-Abgeordneter sagt Kita-Besuch ab: 

netzeitung.de«Kinderporno-Politiker» Tauss schämt sich nicht

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Die ganze Sache ist ihm auch peinlich (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Die ganze Sache ist ihm auch peinlich
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Er sei kein Pädophiler, sagt der Sozialdemokrat. Aber er wisse auch, dass sein Name für immer mit der Kinderpornographie-Affäre verbunden bleiben wird. Es gehe jetzt «nur noch um die Ehre».

Der unter dem Verdacht des Besitzes von Kinderpornografie stehende SPD-Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss sieht seinen Ruf für immer beschädigt. «Selbst ein glatter Freispruch würde nichts daran ändern, dass ich für einige immer der Kinderporno-Politiker bleiben werde», sagte Tauss der «Bild»-Zeitung. «In gewisser Weise geht es jetzt nur noch um die Ehre.»

Scham habe er trotz der schweren Vorwürfe vor allem aus den eigenen Reihen nie empfunden: «Natürlich ist die ganze Sache jetzt auch peinlich», sagte der 55-Jährige, der wegen der Affäre zuletzt auch auf seine Bundestagskandidatur verzichtet hatte. «Aber für Scham gab es nie einen Grund.»

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe ermittelt wegen des Verdachts der Kinderpornografie gegen Tauss. Der Politiker hatte kurz nach dem Fund von Kinderporno-Bildern in seinen Räumen vor mehr als drei Wochen bereits sein Amt als medienpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion abgegeben und war als Generalsekretär der Südwest-SPD zurückgetreten. Auch die Eröffnung einer Kindergartenveranstaltung habe er abgesagt, sagte Tauss der «Bild»-Zeitung.

Er beteuert weiterhin seine Unschuld. Das Kinderporno-Material habe er im Zusammenhang mit seinen Recherchen als Abgeordneter und Medienexperte gesammelt. (nz/dpa)