30. Dez 2008 17:05
Offenbar hat Parteichef Seehofer seinen Willen nicht durchgesetzt: Die Tochter von Strauß konnte keine Unterstützung bei den Bezirksverbänden der CSU erringen. Spitzenkandidat bei der Europawahl wird jemand anders.
Parteichef Seehofer sagte in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in München, er wolle eine «schlagkräftige Europaliste». Zugleich rechtfertigte er erneut die Platzierung Hohlmeiers als Europa-Kandidatin in Oberfranken: «Frau Hohlmeier ist eine sehr talentierte und kompetente Politikerin. Wir brauchen in der CSU mehr Frauen.» Es gebe aber eben «kaum eine Personalentscheidung, die nicht zu Debatten und Diskussionen führt». Er sei letztlich der Hauptverantwortliche bei Personalentscheidungen.Ferber, der Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Europaparlament ist, hatte in der Debatte um die Spitzenkandidatur damit gedroht, es notfalls auf eine Kampfkandidatur gegen Hohlmeier ankommen zu lassen. Dies wollte die CSU-Spitze aber vermeiden. In einer mehrstündigen Sitzung hatte sich die CSU-Spitze in der vergangenen Woche zunächst nicht auf einen Spitzenkandidaten einigen können. Den Zeitungsberichten zufolge soll eigentlich Hohlmeier Seehofers Favoritin gewesen sein.