Wahlkampf in Hessen:
Koch kritisiert grüne «Ausschließeritis»
27.12.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Der CDU-Ministerpräsident sieht dahinter ein Motiv: «Die drei Parteien auf der linken Seite wollen nach wie vor gemeinsam regieren und haben ja aus dem Oktober einen fertigen Vertrag», sagte er mit Blick auf SPD, Grüne und Linke. «In dieser Konstellation soll ich als Schutzschild dienen, weil sie sich nicht richtig trauen, das zuzugeben.» Koch forderte Schäfer-Gümbel auf, sich zu dem umstrittenen rot-grünen Koalitionsvertrag zu bekennen, um den Wählern Klarheit zu geben. Die SPD habe keine andere Machtperspektive als ein erneutes Zusammengehen mit der Linkspartei.
Koch strebt bei der Landtagswahl einen schwarz-gelben Sieg an - auch als klares Signal für die kommende Bundestagswahl. «Der Jahresauftakt könnte zeigen: Wenn man eine bürgerliche Mehrheit in Hessen erlangen kann, kann man die auch in Deutschland erlangen.» Er halte nichts von der These «CDU und FDP allein geht nicht». Auch in einem auf Fünf-Parteien-System sei ein solches Zweierbündnis möglich, zumal damit klare Verhältnisse geschaffen würden.
Mit der FDP gebe es für die Union die größten Gemeinsamkeiten, sagte Koch. Seine zeitweiligen Überlegungen für eine «Jamaika- Koalition» mit FDP und Grünen in Hessen führten eher zum entgegengesetzten Ergebnis. «Es gibt eine direktere Konkurrenz zu den Grünen, als wir das früher gesehen haben.» Die CDU nehme für sich Kompetenz in der Wirtschafts- wie auch in der Umweltpolitik in Anspruch. «Wir wollen nicht den Eindruck erwecken, dass wir ausschließlich für Wirtschaft und Arbeitsplätze zuständig sind und die Grünen für die Rettung des Planeten.» (dpa)

