27.12.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Hat wieder einmal scharf nachgedacht: Klaus Wowereit
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Vorstellbar ist vieles für ihn: ein rot-grünes Bündnis ebenso wie eine Ampel-Koalition. Mit der Union sollte die SPD nach der Wahl dagegen nicht weiter regieren, sagte der Regierende Bürgermeister von Berlin. Auch zur Linken äußerte er sich.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) wünscht sich ein Ende der großen Koalition nach der Bundestagswahl 2009. «Die große Koalition ist aus meiner Sicht ein temporäres Bündnis. Ich würde mir wünschen, dass es nicht fortgesetzt werden müsste», sagte er in einem Gespräch mit der Deutschen Presse- Agentur dpa. Er würde jede Konstellation unterstützen, die dazu führt, dass Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) Bundeskanzler wird. Dazu gebe es die Möglichkeit in einem rot-grünen Bündnis, auch eine Ampel mit Grünen und FDP sei denkbar.
Einer Koalition mit der Linken auf Bundesebene erteilte Wowereit erneut eine Absage. «Die SPD hat sich eindeutig positioniert: Eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei im Bund 2009 ist nicht möglich, ist nicht wünschenswert. Das scheidet aus», betonte der Regierende Bürgermeister. An mögliche rot-rote Koalitionen in den Ländern stellte er klare Bedingungen: «Ich kann mir keine Regierungsbeteiligung der SPD im Saarland oder in Thüringen unter der Führung der Linkspartei vorstellen», sagte Wowereit. Dies sei aus dem Selbstverständnis der SPD nicht machbar.
Zu Spekulationen über einen Ministerposten in einer SPD-geführten Bundesregierung sagte Wowereit: «Ich bin Regierender Bürgermeister von Berlin und bleibe das auch. Ich bin nicht auf Jobsuche.» Auch immer wieder unterstellte Ambitionen auf die Kanzlerkandidatur 2013 wies er zurück. «Ich kämpfe dafür, dass die SPD stärkste Partei im Deutschen Bundestag und Frank-Walter Steinmeier Bundeskanzler wird», betonte Wowereit. (dpa)