BND und der Irak-Krieg:
Steinmeier kritisiert «maßlose» Vorwürfe
18.12.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Die Opposition vermutet, dass die BND-Agenten im Frühjahr 2003 trotz des offiziellen Neins der rot-grünen Bundesregierung zum Irak-Krieg kriegswichtige Informationen an die USA lieferten. Mehrere frühere US-Militärs hatten die BND-Beamten in den vergangenen Tagen für ihre Arbeit öffentlich gelobt. Steinmeier war damals als Chef des Bundeskanzleramtes für die Kontrolle der Geheimdienste zuständig.
Zuvor hatte auch der ehemalige Außenminister Joschka Fischer Vorwürfe zurückgewiesen, die Regierung habe die US-Regierung bei ihrem Angriff auf den Irak unterstützt. Das sei «völliger Quatsch», sagte er vor dem BND-Untersuchungsausschuss.
Zwar habe er «grünes Licht» für den Einsatz der BND-Agenten in Bagdad gegeben, und dieser Einsatz sei sehr hilfreich für die Regierung gewesen. Die BND-Informationen seien aber nicht in höchstem Maße hilfreich für die US-Kriegführung gewesen. Damit widersprach er Aussagen von US-Militärs. (nz/dpa/AP)

