Zensus 2011:
Deutsche, antreten zum Durchzählen!
03.12.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Die direkte Befragung aller Wohnungs- und Gebäudeeigentümer in Deutschland sowie die stichprobenartige Befragung von Haushalten fallen in die Zuständigkeit der Landesämtern für Statistik. Auch wenn dabei weniger als ein Drittel der Bevölkerung tatsächlich befragt wird, ist der Aufwand enorm. Allein die Fragebögen an die 17,5 Millionen Haus- und Wohnungseigentümer stapeln sich zu einen Turm von 14 Kilometer Höhe.
Mit dem Zensus müssen die Behörden einen Pflichtkatalog der EU abarbeiten. Verlangt werden Daten zu Geschlecht, Alter, Familienstand, Staatsangehörigkeit, Geburtsort und -Staat, Beruf, Erwerbsstatus, Arbeitsort, Haushaltsgröße, Familientyp und -größe sowie die Angaben zu Gebäudegröße, -alter und -nutzung, Zahl der Bewohner und Art der Ausstattung.
Die Kosten der «Inventur der Bevölkerung» werden auf 500 Millionen Euro geschätzt. Die amtlich erfasste Einwohnerzahl dient dem Staat zu vielen Zwecken. Sie ist Richtgröße etwa für den Finanzausgleich zwischen Ländern und Gemeinden, Grundlage für den Zuschnitt von Wahlkreisen und dient etwa den Gemeinden als Planungsgröße für die Infrastruktur. (dpa)

