Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Verfahren gegen Sterbehelfer: 

Beweismittel gegen Kusch werden ausgewertet

01. Dez 2008 13:32
Roger Kusch drohen Konsequenzen
Bild vergrößern
Die Ermittlungen gegen den ehemaligen Hamburger Justizsenator sind in vollem Gange. Sein Einsatz als Sterbehelfer könnte ihn drei Jahre ins Gefängnis bringen.

Bei den Ermittlungen gegen den umstrittenen Sterbehelfer Roger Kusch haben die Staatsanwaltschaften Hamburg und Duisburg mit der Auswertung der Beweismittel begonnen, die sie vergangene Woche beschlagnahmt hatten. Außerdem werde geprüft, ob die Ermittlungsverfahren miteinander verbunden werden, sagten Sprecher beider Behörden am Montag.

Sie ermitteln gegen Kusch wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz, also des unerlaubten Abgebens und Handels mit Medikamenten. Der ehemalige Hamburger Justizsenator Kusch hat seit Juni fünf ältere Menschen beim Suizid begleitet. Zuletzt nahm sich am Freitag eine 97-Jährige aus Bergisch Gladbach das Leben.

Die Duisburger Staatsanwaltschaft wartete am Montag nach eigenen Angaben noch auf die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchungen. Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt seit Ende Oktober gegen Kusch, nachdem dieser eine 84 Jahre alte Rentnerin beim Suizid begleitet hatte. Die Frau war laut Staatsanwaltschaft an einer Überdosis eines verschreibungspflichtigen Malaria-Mittels gestorben.

Am Donnerstag und Samstag wurden im Zuge der Ermittlungen beider Staatsanwaltschaften gegen Kusch mehrere Wohnungen durchsucht und Beweismaterial wie Unterlagen und Datenträger sichergestellt. Sollte es zu einer Anklage gegen Kusch kommen, drohen im Fall einer Verurteilung für den Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.
(AP)

 
DruckenVersenden
  • Bookmark:
  • Mister Wong Webnews Yigg Linkarena Google My Space Del.icio.us Oneview Facebook Twitter
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
 
Ungewöhnliche Wortwahl des Ministerpräsidenten: 
Netanjahu sagt erstmals «Zwei-Staaten-Lösung»
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

  •  Berlin 22°
  •  Hamburg 23°
  •  Köln 22°
  •  Frankfurt 27°
  •  Stuttgart 23°
  •  München 22°
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Aus anderen Ressorts
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
Anzeigen:
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Robert Rischke | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2009 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.