Hausdurchsuchung bei Kusch:
Sterbehelfer im Visier der Staatsanwaltschaft
30.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Die Staatanwaltschaft Hamburg war am Wochenende nicht zu erreichen. Die Behörde konnte den Tod der Frau aber nicht verhindern: Sie schied laut Kusch am Samstag «durch Suizid aus dem Leben, allerdings nicht in ihrer Wohnung in Bergisch Gladbach, sondern in einem Hotelzimmer in Mülheim/Ruhr. Dr. Kusch begleitete den Suizid.»
Am Samstag, gegen 17.00 Uhr, fand laut Kusch bei ihm eine erneute Hausdurchsuchung statt, diesmal auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Duisburg. Der geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospizstiftung, Eugen Brysch, sagte: «Er bietet den Tod quasi auf den Gelben Seiten an.» Die Motive Kuschs nannte er erschreckend. Kusch wolle Leiden lindern, ohne zu definieren, was das genau sei. «Er selbst ist der Maßstab», sagte Brysch weiter. Die Politik habe es bislang nicht geschafft, diesem Treiben ein Ende zu setzen. (AP)

