CDU-Parteitag: Der Leitantrag des Parteivorstands
27.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Steuerreform: Die CDU bekräftigt, dass sie die Bürger in der nächsten Legislaturperiode entlasten will. «Unser Ziel ist es, dass die Menschen mehr Netto vom Brutto erhalten», heißt es. Konkret fordert die CDU Steuersenkungen für niedrige und mittlere Einkommen, Entlastungen für Familien und die Absetzbarkeit von Gesundheits- und Pflegekosten. Bei einer Steuerreform soll vor allem die «kalte Progression» abgebaut werden, die dazu führe, dass Lohnsteigerungen bei den Arbeitnehmern zu wenig ankämen.
Haushalt/Finanzen: Am Ziel, so schnell wie möglich einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen, hält die CDU trotz der Wirtschaftskrise fest. Ein konkretes Datum wird aber nicht genannt. Auf Krisen müsse man angemessen reagieren, «um schnellstmöglich wieder Wachstum zu generieren und dann wieder Schulden abbauen zu können», heißt es lediglich.
Wirtschaft/Unternehmen: Die CDU fordert, die grundlegenden Standards der Sozialen Marktwirtschaft international zu verankern. Bei Unternehmen und Managern mahnt sie mehr Verantwortungsbewusstsein an: «Wir brauchen eine Renaissance des Leitbilds des Ehrbaren Kaufmanns», heißt es in dem Antrag. Als Vorbild wird die «Ethik des Handelns» genannt, die vor allem im Mittelstand vorgelebt werde.
Familien: Als Ergänzung zum Ehegattensplitting wird ein Familiensplitting gefordert. Danach sollen Familien mit Kindern weniger Steuern zahlen als kinderlose Familien.
Mindestlöhne: lehnt die CDU ab, weil sie darin eine Gefahr für Arbeitsplätze und Wettbewerb sieht. Stattdessen plädiert die Parteiführung für ein Mindesteinkommen. «Um Arbeitsplätze auch für Geringqualifizierte zu sichern oder zu schaffen, soll sich das Mindesteinkommen aus einer Kombination aus Lohn und Lohnzuschuss zusammensetzen», heißt es in dem Entwurf. «Für uns gilt: Wer arbeitet, muss mehr haben, als wer nicht arbeitet.»

