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Merkel warnt: 

Es wird «ein Jahr der schlechten Nachrichten»

22. Nov 2008 12:03
'Nach der Krise gibt es wieder Wachstum', weiß die Kanzlerin
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Die Kanzlerin hat eine Prognose für die Wirtschaftslage gewagt – mit düsteren Aussichten. Sie appellierte an die Arbeitgeber, trotz Krise niemanden zu entlassen, schließlich komme irgendwann auch wieder ein Aufschwung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet für das Jahr 2009 zunächst keine guten Nachrichten die Konjunktur. «Wir müssen damit rechnen, dass das kommende Jahr, zumindest in den ersten Monaten, ein Jahr schlechter Nachrichten wird», sagte Merkel der «Welt am Sonntag». Die wirtschaftliche Entwicklung lasse sich derzeit noch unsicherer vorhersagen als sonst. Das gelte für die Weltwirtschaft, für Europa und auch für Deutschland.

Ähnlich äußerte sich die Kanzlerin in ihrer wöchentlichen Internet-Video-Ansprache. Dort mahnte sie die Arbeitgeber, trotz der drohenden Rezession ihre Fachkräfte nicht zu entlassen, sondern im Betrieb zu halten und zu qualifizieren. «Denn wir wissen: Nach der Krise wird es wieder Wachstum geben und dann werden Fachkräfte wieder dringend gesucht werden», sagte die Kanzlerin in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast.

Die CDU-Vorsitzende verwies darauf, dass die Koalition deshalb das Kurzarbeitergeld verlängert habe, um den Firmen in der Krisenphase zu helfen. Die Regierungschefin sagte weiter, angesichts der internationalen Finanzmarktkrise gehe es jetzt darum, die Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten. «Der Politik geht es deshalb darum, Brücken zu bauen - hin zu der Zeit, wenn Wachstum wieder weltweit möglich wird.»

Hoffnung auf das EU-Konjunkturpaket

Zudem will Merkel das EU-Konjunkturpaket für Innovationen nutzen. «Wir sollten die gegenwärtige Situation nutzen, um Europa zukunftsfähiger, insbesondere da, wo wir technologisch nicht voll auf der Höhe der Zeit sind», sagte die Kanzlerin in dem «Welt am Sonntag»-Interview.

So sollten auf europäischer Ebene etwa Ziele für Breitbandanschlüsse vereinbart werden, mit denen das schnelle Internetsurfen möglich ist. Ein zweites wichtiges Thema sei der Klimaschutz und die Energieeffizienz. Schließlich sollten für kleine Unternehmen die Beihilferegeln gelockert werden. (nz/dpa/AP)

 
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