21. Nov 2008 16:40
Lange hatte sich die Bundesstaatsanwaltschaft um die Überstellung des Mannes bemüht. Die Behörde wirft ihm vor, dass er für eine Terror-Zelle Sprengzünder besorgt hat.
Am Donnerstagabend sei der deutsche Staatsangehörige aus dem türkischen Konya – wo er von einem Jahr festgenommen worden war – nach Deutschland überstellt worden. Ihm wird vorgeworfen, Sprengzünder für die drei mutmaßlichen islamistischen Terroristen beschafft zu haben, die im September 2007 im Sauerland festgenommen worden waren. Die beiden deutschen Konvertiten Fritz G. und Daniel S. sowie der Türke Adem Y. sollen der inzwischen erhobenen Anklage zufolge massive Sprengstoffanschläge in Deutschland geplant haben. Nach monatelanger Überwachung waren sie in einem Ferienhaus festgenommen worden.
Attila S. soll den Ermittlern zufolge für die Beschaffung von insgesamt 26 Sprengzündern verantwortlich sein, die bei der Festnahme des Trios sichergestellt worden waren. Die aus Syrien stammenden Zünder sollen nach Angaben aus Sicherheitskreisen von einem – möglicherweise gutgläubigen – jungen Mann aus Wolfsburg in den Schuhen nach Deutschland transportiert worden sein. (dpa)