18. Nov 2008 15:43
Der hessische SPD-Spitzenkandidat fordert auch von der CDU einen personellen Neuanfang. Das alte Gesicht nach einer verlorenen Wahl zu präsentieren, sei eine Provokation der Wähler, meint der Sozialdemokrat.
Schäfer-Gümbel bekräftigte, dass die SPD nach der vorgezogenen Wahl im Januar kein Bündnis ausschließe, auch keine große Koalition. Doch Koch stehe «nicht nur für hessische Verhältnisse, sondern für vieles, vieles andere mehr. Deshalb ist er ganz sicherlich eine große Hürde für irgendeine Form von Zusammenarbeit.» Nach dem Scheitern der Regierungsübernahme hatte die SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti auf die Spitzenkandidatur bei Neuwahlen verzichtet und dafür überraschend Schäfer-Gümbel vorgeschlagen. Auf Kritik, dass Ypsilanti immer noch viel Einfluss ausübe, sagte der Kandidat: «Ich habe Andrea Ypsilanti gebeten, den Fraktions- und Landesvorsitz weiter zu übernehmen. Wir haben eine klare Rollenverteilung verabredet: Ich bin der Spitzenkandidat, und sie hält mir den Rücken frei.»